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Fehlsichtigkeit früh feststellen!

Eine Fehlsichtigkeit bei Ihrem Kind entsteht, wenn das Auge von der Idealform abweicht. Ist der Augapfel zu kurz, dann ist das Auge weitsichtig, bei einem zu langen Augapfel hingegen kurzsichtig. Weicht die Wölbung der Hornhaut von der einer Kugelform ab, liegt eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) vor. Dann erkennt das Kind an Stelle eines Punktes einen Strich – daher auch die Bezeichnung Stabsichtigkeit. 
Spätestens mit zweieinhalb bis dreieinhalb Jahren sollten alle Kinder augenärztlich untersucht worden sein, denn Kinderaugen sind Meister im Ausgleichen von Sehschwächen (Brechungsfehlern), ein Grund, warum Fehlsichtikeiten oft unentdeckt bleiben. Kinderaugen verfügen über eine sehr starke Akkommodationsfähigkeit – sie können die Fehlsichtigkeit ausgleichen. Der Ausgleich des Sehfehlers mittels einer Brille, ist gerade bei Kindern deshalb wichtig, damit sich das Sehvermögen voll entwickeln kann. Vor allem, wenn das Kind "schielt" oder wenn die Brechkraft beider Augen sehr unterschiedlich ist, könnte das Gehirn den Seheindruck eines Auges unterdrücken. Wird dem nicht entgegen gewirkt, kann es zu einseitigen Sehschwächen kommen, die bleiben. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass viele Fehlstellungen der Augen, im Volksmund wird dies oft mit dem Schielen bezeichnet, nicht für den Betrachter sichtbar sind, daher ist die Überprüfung des Augenarztes äußerst wichtig.

Unser Tipp für Sie

Mit dem so genannten "Book Candy Test" können Eltern die Sehkraft von Kleinkindern selbst auch unproblematisch überprüfen: Kleine Zuckerkügelchen auf der Hand wecken die Aufmerksamkeit Ihrer Kindern schon ab dem sechsten Lebensmonat. Wenn das Kind - auch beim Abdecken eines Auges - die Zuckerkügelchen mit dem Blick verfolgt oder danach greift, scheint alles in Ordnung.

Symptome für Sehprobleme

Beobachten Sie unbedingt auch selbst und regelmäßig den Sehsinn ihrer Kinder. Erste Anzeichen einer Fehlsichtigkeit könnten Klagen Ihrer Kinder über Kopfschmerzen, Augenbrennen, vermehrtes Zwinkern oder Blendempfindlichkeit sein. Achten Sie darauf, wie groß oder klein der Augenabstand vom Mal- oder Lesebuch ist? Berührt die Nasenspitze schon das Papier, könnte eine Fehlsichtigkeit vorliegen. Die Augen schielender Kinder haben in den meisten Fällen auch einen Brechungsfehler. Eine Brille hilft dann oft, den Schielwinkel zu verkleinern. Ihr Kind hat keinen Vergleich zwischen gutem und schlechtem Sehen, daher achten Sie auf folgendes:

Symptome bei Babys
•    Schielen
•    Lidveränderungen
•    Trübe Hornhaut
•    Grau-weißliche oder gelbliche Pupillen
•    Zitternde, entzündete, tränende oder gelbliche Augen

Symptome bei Kindergarten- und Schulkindern
•    Ständiges Reiben der Augen
•    Häufiges Stolpern, generelle Balancestörungen
•    Geringer Augenabstand zu Buch, Bildschirm oder Fernseher
•    Zunehmende Schwierigkeiten bei Dämmerung oder Dunkelheit