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Skiaskopie

chattenprobe nennt man die Skiaskopie ebenso. Es wird mit einem speziellen Licht aus einem gewissen Abstand in das Auge des Kindes geleuchtet und kann durch Bewegung der Lichtquelle und Beobachtung der Art der Lichtreflexe im Auge erkennen, ob und welcher Sehfehler vorliegt. Mit dem Vorhalten verschiedener Gläser kann dann die objektive Refraktion bestimmt werden. 
Da Kinder jedoch sehr schnell in unterschiedliche Entfernungen "scharfstellen" können, sollte diese Fähigkeit vorübergehend ausgeschaltet werden, wenn aussagekräftige Ergenisse erzielt werden müssen. Dafür gibt es spezielle Tropfen, die die Scharfeinstellungsmöglichkeit für einige Zeit lähmen. In der Fachsprache heißt es dann, ein Auge in Zykloplegie zu versetzen, die gründlichste Form der Untersuchung bei Kleinkindern, um einen Sehfehler zu erkennen oder auszuschließen.
Nachteil dieser Augentropfen, sie weiten die Pupillen, so dass eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit der Kinder besteht, solange die Topfen wirken. Setzten sie diese Untersuchung am späten Nachmittag an und nicht unbedingt im Hochsommer, wenn die Sonne viel und lange scheint. Bieten Sie Ihrem Kind nach der Untersuchung eine Sonnenbrille an, um das Auge zu schützen.

Merke: Besonders die Kleinsten sollten früh zum Augenarzt, denn unentdeckte Sehstörungen bewirken oftmals Entwicklungsstörungen bei den Kleinkindern. Das Kind nimmt seine Umwelt nur unzureichend und unvollkommen wahr, dementsprechend kann das Sehen auch nicht vollends vom Gehirn entwickelt werden. Eine früh verordnete Sehhilfe, wie die Brille z.B. hilft dem Gehirn, seine Seh-Leistungen maximal entwickeln zu können. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, kann nicht einmal mit dem späteren Tragen einer Brille, das Kind dann als Erwachsener seine volle Sehleistung erreichen.